Am südöstlichen Rand des Pannonischen Beckens und an der Nordgrenze der Balkanhalbinsel, an der Mündung der Save in die Donau liegt die weiße (beo) Stadt (grad) gelegen, die schon zu allen Zeiten, Dreh- und Angelpunkt für Menschen aus Ost und West war. Von Dezember 2002 bis Dezember 2003 war Lothar Matthäus Trainer beim zweiten großen serbischen Verein, dem FK Partizan Belgrad.
Um 11.30 Uhr trafen wir uns mir dem PR-Manager dieses Vereines. Beim Interview war dann auch eine der beiden einzigen Fragen, die vom Offiziellen an uns gestellt wurden, warum Herr Matthäus einen so schlechten Stand in Deutschland hätte. Nach dem Gang durch die Pokalsammlung durften wir dann auch noch den heiligen Rasen betreten. Beim Lokalrivalen ein Tag zuvor war dies noch nicht möglich. Wie deutsche Fußballfreunde damit ungehen, wenn sie auf dem Rasen stehen, auf dem just in diesem Moment das wichtigste Spiel der Reise stattfinden sollte, kann man auf folgendem Bild erkennen.

Da sich nun alle, ob des ausgefallenen Stadtderbys, in einer nachdenklichen Gemütslage befanden, wurde ein kurzer Fußweg zum Haus der Blumen, dem Grab von Josip Broz, in die Diskussionen aufgenommen. Die Alternative wäre ein kurzfristig anberaumtes Testspiel zwischen Partizan Belgrad und Rad Belgrad gewesen. Die Tatsache dass das Spiel bereits lief, keine Fans (wir Journalisten hätten Zutritt bekommen) zugelassen waren und die Verkehrsanbindung eher schlecht war, gewährte Titos Blumenhaus den Vorzug. Eine Person hätte zu diesem Zeitpunkt ohnehin keine Fotoaufnahmen mehr machen können. Auf die näheren Umstände muss hier nicht näher eingegangen werden. Eine zukünftige Unterredung zwischen dem Projektverantwortlichen und einer Sekretärin von Partizan wird sicher für Klarheit sorgen.
Das Tito-Mausoleum konnte die Reisegruppe nicht nur mit interessanten Ausstellungsstücken und informativen Schautafeln in seinen Bann ziehen, sondern auch mit kompetenten Mitarbeitern begeistern. Im Haus der Geschenke (zu Tito seine Beerdigung) erklärter ein dort arbeitender Mensch, beim Blick auf ein Geschenk aus Peru, dass der Titicaca-See einer der höchst gelegenen Seen der Welt wäre und auch zu Peru gehöre. Chapeau!
Zu sehen: Ergriffenheit und Demut bei Teilnehmern der Reise.


Ergriffenheit war auch bei dem Teilnehmer der Reise zu spüren, der bemerkte, dass sein Reisepass nicht mehr wiederzufinden war.
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